Gemeinsam und im Prozess: Die Mobile TIN* Werkstatt

 

Von Frederik Marroquín und Persson Perry Baumgartinger | Mobile TIN*-Werkstatt

Persson Perry Baumgartinger und Frederik Marroquín, ein* Kunst-Wissenschaftler* und ein Raum-Künstler, arbeiten seit Sommer 2024 zusammen. Das erste Projekt, das sie realisieren, ist die Installation "Timeline Trans* Aktivismus: Gemeinsam Geschichte schreiben", die Ende 2024 im Queer Museum Vienna im Otto Wagner Areal gezeigt wurde. Ihre Zusammenarbeit ist so fruchtbar und die Installation so erfolgreich, dass sie weiter zusammenarbeiten wollen. Sie dekonstruieren die Installation in ihre Einzelteile und setzen sie in der Mobilen TIN*-Werkstatt neu zusammen. Die Installation soll so mobil werden und kollektiv, dezentral und in Prozess trans, inter* und nichtbinäre (tin*) Geschichte_n schreiben. Zusätzlich werden inter* und nichtbinäre Geschichte_n gestärkt. Daraus entsteht – mit Förderung des Büros für Mitwirkung – die Mobile TIN*-Werkstatt.

Gemeinsam und inklusiv

 

"Besonders wichtig ist es uns, einen einladenden Raum zu schaffen“, so Raumkünstler und Choreograf Frederik Marroquín. Frederik Marroquín ist ein guatemaltekisch-deutscher bildender Künstler und Choreograf, der Raum als soziales und architektonisches Gefüge untersucht. Seine ortsspezifischen, oft raumgreifenden oder modularen Installationen laden das Publikum dazu ein, aktiv an der gemeinsamen Gestaltung des Erlebnisses mitzuwirken.

"Gemeinsam ist das Stichwort", so der Berater*, Dozent* und Forscher* Persson Perry Baumgartinger, "denn keine Geschichte schreibt sich von alleine, gemeinsam erinnern wir uns an mehr." Persson Perry Baumgartinger ist Wissenschaftler, Trainer, Unternehmer und narrative shifter, der die Welten von Trans-Arts & Cultural Production mit Angewandter Linguistik & Wirtschafts- und Sozialgeschichte sowie Kritischem Diversity & Social Justice verbindet. 2023 gründet er TransComm Büro für transformative Kommunikation, um Organisationen bei der Transformation ihrer UnternehmensKultur zu unterstützen.

In der zweiten Hälfte 2025 wird die Mobile TIN*-Werkstatt partizipativ und in Kooperation mit Museen und Kunstinstitutionen gemeinsam in Wien erdacht, zusammengebaut und immer wieder neu gefüllt. Dabei stellen sie von Fragen wie: Welche tin* Geschichten und Gegenstände fehlen? Wie kann tin* Geschichte respektvoll gesammelt werden? Wie kann tin* Geschichte inklusiv vermittelt werden?

In Prozess

 

Der Kern der Mobilen TIN*-Werkstatt, so die beiden Initiator_innen des Projektes: gemeinsam und im Prozess. Deshalb werden drei Workshops mit drei Schwerpunkten durchgeführt: Geschichte schreiben, Geschichte sammeln und Geschichte vermitteln. Zum Kreationsprozess eingeladen sind Vertreter:innen der tin* Communities sowie das Haus der Geschichte Österreich (Werkstatt 2 zu Geschichte sammeln) und die Kunsthalle Wien (Werkstatt 3 zu Geschichte vermitteln). Gemeinsam wird die Mobile TIN*-Werkstatt aufgebaut und darüber debattiert, welche Inhalte und welche Formate bedient werden. Dadurch soll einerseits der Wissenstransfer zwischen tin* Communities und Museen und Kunstinstitutionen gestärkt werden. Andererseits wollen die Initiator_innen damit der Wiener und österreichischen tin* Geschichte mehr Aufmerksamkeit geben.

Wie das Geschichte-Schreiben selbst, ist auch die Mobile TIN*-Werkstatt ein flüchtiger Ort, der immer wieder neu hergestellt wird. Die Mobile TIN*-Werkstatt wird am Ende des Projektes bereit sein für eine leicht zugängliche künstlerische Wissensvermittlung. Damit das oft verdeckte Wissen zu TIN* an verschiedensten Standorten kreativ vermittelt werden kann.

Nächster Termin

  • 14.12.2025 von 13 bis 16 Uhr
  • Mobile TIN* Werkstatt 3: Gemeinsam Geschichte vermitteln in Kooperation mit der Kunsthalle Wien
  • Lautsprachen deutsch, englisch, spanisch; Österreichische Gebärdensprache


Mehr Informationen & Aktuelles
Instagram: @tin_werkstatt
Website: https://tinwerkstatt-juzlw.wordpress.com
Email: tin_werkstatt@disroot.org

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